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      Elvis

Hier zu sehen: Gotthardpass, Nufenenpass

Gotthardpass
 
Der Gotthardpass, so benannt nach Godehard, Bischof von Hildesheim (960 - 1038). Im Jahre 1236 erscheint der Pass und der Name des Heiligen zum ersten Male
in der Geschichte.
Ein Bremer Bedediktiner beschliesst in jenem Jahre nach Rom zu reisen um vom Papst ein Sündenerlass zu erbitten. Auf der Rückreise führt der Weg über Bellinzona, Airolo,
Hospental und Luzern. In diesem 13. Jahrhundert fällt der Name Gotthardpass im Zusammenhang mit dem “König der Pässe". Natürlich haben die Einheimischen aus den Urkantonen den Übergang schon früher benutzt, erwähnt wird er aber geschichtlich erst ab diesem Jahrhundert.
Der eigentliche Pass entsteht, als im oberen Teil der heutigen
Schöllenenschlucht eine Brücke über den Fluss Reuss gebaut wird. Die Teufelsbrücke, damals eine klapprige Holzbrücke,
brachte den internationalen Verkehr in Schwung und zu beiden Seiten des Passes entstanden Handelsgesellschaften. Diese Saumgenossenschaften wurden sehr schnell sehr mächtig
und begannen sich mit den Fürstenhäusern anzulegen. Banden etablierten sich alsbald und nahmen den Reisenden Brückengebühren ab.
Später dann fuhren die Reisenden mit der Bahn bis Göschenen und wurden dann mit erfahrenen Säumern über den Pass gebracht. Am 27. Juli 1775 endlich ist die erste
Gotthardüberquerung in einem Fuhrwerk dokumentiert. Ein Engländer gönnte sich das Vergnügen für einen hohen dreistelligen Betrag. Dazu wurde erstmals eine Art Fahrweg mit
zwei Spuren aus runden Steinen erbaut, welcher im gleichen Jahr wieder von einer Lawine weggerissen wurde.
Der erste Eisenbahntunnel wird am 29. Februar 1880 um 11.15h durchstossen.Zwei Jahre später, am 1. Juni wird der grosse Gotthard Eisenbahntunnel offiziell eröffnet.
Der Bau wird begleitet von blutigen Arbeiteraufständen, tödlichen Unfällen und der Tunnelkrankheit. Der Granitstaub hinterlässt in den Lungen der Arbeiter tödliche Spuren.
Viele werden krank, spucken Blut und erleben die Fertigstellung des Bauwerkes nicht mehr.




Der Gotthard wird auch als Festung ausgebaut. Gott sei Dank sind die Zeiten des kalten Krieges vorbei und die Festung löst sich langsam auf und wird in Wellness Hotels umgewandelt.
Im Jahre 1886 wird die erste Festung begonnen und viele Geheimnisse ranken um die Bauwerke. Kilometrlange Gänge, Aufzüge, Bunker, Kanonenstände und Hospitäler liegen im Fels versteckt. Ein aufmerksamer Reisender entdeckt daher immer wieder hier und dort eine Kaserne, eine Luke, einen Unterschlupf oder eine Pforte im Fels. Hinschauen lohnt sich
Nach dem ersten Strassentunnel in den siebziger Jahren durch den Gotthard, welche sich schnell als die meist befahrene Südtangente entwicklete, wird am Gotthard wieder gebohrt. Die
Alpentransversale wird gebaut. Ein gigantisches Tunnelwerk mit mehreren Angriffen. Es lohnt sich an den einzelnen Stationen anzuhalten und in den Ausstellungsgebäuden die Werbetafeln
und Fakten zu sichten. Ein gigantisches von Menschnehand erschaffenes Werk, welches noch einige Jahre im Bau sein wird.


            
Steigung 6,4%  max.11%                                             Wintersperre XI-IV                                        Steigung 3,3%  max 10%
            
Von Airolo geht es über die alte(weiß) oder neue(gelb) Passtraße nach Hospental,
          
von wo man zum Furka-, Oberalppass oder zur Schöllenenschlucht fährt.

         
Von Andermatt aus wird die alte Passstrasse noch von der Gotthardpost befahren bis Airolo.
        
       In Hospental beginnt die Passfahrt über den Gotthard                               Im Hotel Gotthard unterhalb der Passstrasse war Napoleon
        

Maria Himmelfahrt im Hintergrund                       Turm der Herren         
        
Pfrundhaus und                              Kapelle der Kaplanei St.Karl                                                                                                               

            
Die neue Gotthardpassstrasse von Airolo kommend
           
                                                                                                                                                          Die Passhöhe

            
                                                                mit dem Denkmal für den Waadtländer Flieger Guex und Graf Alexander Wassilitsch Suworow-Rymnikskij
            
Das Hospiz                                                                 und die alte Gotthardpasstrasse die Tremola                     
            
das längste Baudenkmal der Schweiz Richtung Airolo
            
            




Nufenenpass

 Der Nufenenpass ist der zweithöchste schweizer Pass (Umbrail ist 20 Meter höher). Im Juli findet man hier noch beträchtliche Schneewächten, durch die man wie durch tiefe
weiße Schluchten hindurch fährt. Die Auffahrt beginnt in Ulrichen und hat lediglich im unteren Bereich ein paar Serpentinen. Anschließend geht es über eine sehr schmale
Brücke in das Agenetal auf 1.758m.
Die Straße folgt der Schlucht stetig bergauf bis zum Ende und schwenkt dann links in ein Feuerwerk von Serpentinen ein. Da der Nufenen Pass der jüngst erbaute Pass ist, ist der
Zustand zumindest auf der Nordwest Seite einwandfrei. Diese Strasse entstand aus einer ehemaligen Werkstrasse, die heute noch hinauf zum Griessee Stausee führt
Ein Restaurant und ein paar kleinere Souvenierläden gegenüber einem kleinen See sind bis auf die Aussicht alles was es hier gibt.
Da der Nufenen wie schon erwähnt der zweithöchste schweizer Pass ist, bläst hier über die Kuppe immer ein kräftiger Wind vom Tessin hinein in´s Wallis. Und, wie kann es anders
sein, der Tessiner Wind war warm und feucht und muß nun über diese Passhöhe, also sind meistens Wolken angesagt. Von der Passhöhe geht es dann im oberen Teil mit vielen
Serpentinen auf einer Betonplattenpiste in Richtung Airolo. Je tiefer man kommt, umso schöner wird die Landschaft. Bäume, bunte Blumen und sagenhaft ausgeformte Felsformationen
begleiten den Weg bis kurz vor Airolo, wo die Landschaft wieder in bewirtschaftete Almen übergeht.
Nicht versäumen sollte man die kleinen Ortschaften auf dem Weg nach Airolo. Ronco, Bedretto und Villa sind typische Tessiner Bergdörfer.


            
Steigung 8,1%  max.12%                                     Wintersperre XI - V                                  Steigung 5,9  max.10%
          

            
    Ulrichen                                                 Die Berner Alpen mit Finsteraarhorn und Schreckhorn
           
Passhöhe

            
Von dort sieht man auch auf den Griesstausee und -pass bevor es hinunter ins Val Bedretto geht. 

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17.10.15

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